Cocktails – Part II Piña Colada

Piña Colada

Die Piña Colada (von span. piña ‚Ananas‘ und colar ‚durchsieben‘) ist ein süßer, cremiger Cocktail und wird in der Regel aus weißem karibischem Rum, Kokosnusscreme (engl. Cream of Coconut, einer zähflüssigen, fetthaltigen und leicht gesüßten Masse aus dem Fleisch der Kokosnuss), frischer Ananas oder Ananassaft und zerstoßenem Eis im elektrischen Blender zubereitet. Sie ist namensgebend für eine ganze Gruppe von Cocktails, den Coladas.

Das Standardrezept der International Bartenders Association für eine Piña Colada sieht 3 cl weißen Rum, 3 cl Cream of Coconut sowie 9 cl Ananassaft vor, bei Zubereitung im Blender mit zerstoßenem Eis und einer Ananasscheibe und einer Cocktailkirsche als Dekoration. An deutschen Barschulen wird in der Regel die Zubereitung mit Sahne gelehrt, z. B. mit je 4 cl weißen Rums und Cream of Coconut, 8 cl Ananassaft und 2 cl Sahne, so dass der Drink noch cremiger, aber auch milder und geschmacklich weniger markant wird.

Auf den Kleinen Antillen wird die Piña Colada oft mit einer Prise Muskatnuss oben auf dem Schaum bestreut.

Die „Erfindung“ der Piña Colada wird in der Literatur meist mit der Caribe Hilton’s Beachcomber Bar der Ende 1949 eröffneten Hotelanlage Caribe Hilton in Puerto Rico in Verbindung gebracht und vom Hotel selbst auf den 15. August 1954 datiert, wobei sowohl das genaue Datum als auch die weiteren Umstände und das Originalrezept unter den noch lebenden Zeitzeugen, die der amerikanische Cocktailhistoriker Jared Brown im Jahr 2005 befragte, umstritten sind.

Darüber hinaus ragen sich Geschichten um den Piraten Roberto Cofresí (1791-1825) aus Cabo Rojo- Puerto Rico, der eine Mischung aus diesen Zutaten seiner Besatzung ausgeschenkt haben soll. Ob sich die Legenden um den Ursprung der Piña Colada jemals hundertprozentig belegen lassen ist uns an dieser Stelle absolut egal. Die Piña Colada ist eines unserer Lieblings-Cocktails und wir lieben den Geschmack, wenn sie gut gemixt ist.